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NEWS aus der evGKG LÖEWENBERGER LAND SÜD

News aus der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Löwenberger Land Süd

Weitergehen mit Vertrauen

Gedanken zum 2. Sonntag nach Weihnachten von Prädikantin Indra Hesse aus Grüneberg „Und, – was hast du dir für das neue Jahr vorgenommen?“ schnattert es aus dem Telefon an meinem Ohr. Meine Freundin bringt mich mit dieser völlig naheliegenden und dahingesagten Frage zum Jahreswechsel doch tatsächlich kurzfristig aus dem Konzept. – Ja, was habe ich mir denn vorgenommen? Ach du Schreck, da gibt es so vieles, was ich verbessern möchte! Und mir wird erschüttert bewusst, wie viel Luft nach oben beim Umsetzen meiner guten Vorsätze im letzten Jahr geblieben ist. Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen das Heil, für das du uns geschaffen hast. (Evangelisches Gesangbuch Nr. 65) Wie eine aufgeschreckte Seele, ja, so fühlt sich das grade an und dabei erinnere ich mich: auch im letzten Jahr habe ich doch versucht, es gut zu machen. Und dann nahmen die Dinge ihren Lauf. Dinge wie berufliche Rückschläge, sich auftürmende Wäscheberge und Menschen, die mir auf den Keks gehen. Krankheiten, Verluste und Enttäuschungen. Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Was mich dazu bringt weiterzumachen, obwohl ich manchmal das Gefühl habe, an der Welt und auch an mir selbst zu verzweifeln, ist die Gewissheit zu wissen, dass es einen gibt, der größer ist. Mächtiger als alle Unvollkommenheiten auf einem Haufen zusammen und der an meiner Seite bleibt, egal was kommt. Auch in diesem neuen Jahr 2026 – Gott sei Dank. ­                                     Post von Deiner Kirche Print-on-Demand 20260104#072 Sie kennen Menschen in Ihrer Umgebung, die unsere Andacht gern auf Papier lesen? Hier können Sie die Andacht herunterladen, ausdrucken und weitergeben. Wenig Aufwand – große Freude, Herzlichen Dank! Herunterladen

Macht den Weg frei!

Gedanken zum Dritten Advent von Gemeindepädagogin Ulrike Limbrecht Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent.Über so manche Steine stolpern wir immer wieder im Leben. Es gelingt uns einfach nicht, sie zur Seite zu wälzen. Zu sehr sind wir mit ihnen beschäftigt, zu sehr schiebt der eine oder andere Stein sich in den Vordergrund und tut weh. Dabei wollen wir so gern loslassen, was uns auf dem Herzen liegt und was uns zur Last geworden ist. Mein Glaube sagt mir, Gott wird uns dabei helfen, unsere Wege frei zu machen. Es soll nicht steinig bleiben. Doch manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Was blockiert denn so sehr? Was hindert daran, endlich im Advent und bei Gott anzukommen? Wie erlösend ist doch das Gefühl, wenn uns hin und wieder ein Stein vom Herzen fällt. Wir können uns wie geliebte Kinder Gottes verhalten und beten: Gott, räume die Steine weg, befreie mich, lass mich neue Hoffnung schöpfen, denn DIR, Herr, vertraue ich. Advent ist Zeit des Aufbruchs und beginnt dort, wo Menschen sich auf den Weg machen.Wir werden mit nach Bethlehem gehen und ansehen, was da geschehen ist, was Gott uns bekannt gemacht hat. So können wir mit den Hirten, Engeln und Königen staunen über das Wunder in der Krippe. Gemeinsam wollen wir uns Gott zuwenden und uns freuen auf den Heiligen Abend, denn der Spruch der Woche steht bei Jesaja und lautet: Bereitet dem Herrn den Weg;denn siehe, der Herr kommt gewaltig.­                                     Post von Deiner Kirche Print-on-Demand 20251214#067 Sie kennen Menschen in Ihrer Umgebung, die unsere Andacht gern auf Papier lesen? Hier können Sie die Andacht herunterladen, ausdrucken und weitergeben. Wenig Aufwand – große Freude, Herzlichen Dank! herunterladen

Auf dem Weg zum Fest der Liebe

Gedanken zum Ersten Advent von Pfarrer Vinzent Dirzus aus Gutengermendorf November, grauer Himmel, Totensonntag klingt nach. Auch innerlich, gesellschaftlich, weltpolitisch bedrücken Nebelschwaden meine Seele. Doch da kommt plötzlich der Weckruf des 1. Advents: „Die Stunde ist da, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe herbeigekommen.“ (Röm 13,11f.) Als ich über diesen Worten saß, riss der Himmel auf und ein goldgelbes Licht kündigte sich am Horizont an. Ach ja, der Advent kommt. Wir gehen auf Weihnachten zu, das Fest der Liebe. Kein Wunder, dass uns der Apostel zuruft: „Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt.“ (Röm 13,8) Wie passend zum Fest der Liebe, denke ich, doch dann erinnert mich Paulus an die 10 Gebote: „Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren“ (Röm 13,9). Und schon wird meine harmonische Weihnachtsstimmung heruntergeholt auf den Boden der Realität. Weihnachten ist auch die Zeit der meisten Scheidungen, erzählte mir einmal ein Richter. Nicht alle Menschen mögen Weihnachten. Und manchmal denke ich, es wird immer mehr zu einem Fest des Kommerzes. Da tut es gut, auf den eigentlichen Grund zu schauen: Das Heil ist uns nähergekommen. Noch 24 Türchen, dann leuchtet es hoffentlich auch in unseren Herzen von Neuem auf!­                                     Post von Deiner Kirche Print-on-Demand 20251130#065 Sie kennen Menschen in Ihrer Umgebung, die unsere Andacht gern auf Papier lesen? Hier können Sie die Andacht herunterladen, ausdrucken und weitergeben. Wenig Aufwand – große Freude, Herzlichen Dank! herunterladen

Die güldne Sonne

Gedanken zum Wochenende von Pfarrer Vinzent Dirzus aus dem Löwenberger Land Seit genau einem Jahr bin ich jetzt Pfarrer im Löwenberger Land. Als ich damals ankam, blühten gerade die Sonnenblumen. Dieses Jahr durfte ich sie wieder bewundern, die Sonnenblumenfelder, weit wie ein gelbes Meer. Inzwischen sind die meisten Blumen verblüht und bald wird es Herbst. Es ist wie in unserem Leben: Sonnenzeiten wechseln mit regnerischen und nebligen Oktobertagen ab. Der goldene Herbst – vielleicht denken Sie auch an Paul Gerhardts Lied: „Die güldne Sonne …“ Denn golden glänzt jetzt der Himmel bei so manchem Sonnenuntergang und lässt die Bäume in ihrem Laubkleid glänzen. Ja, das Singen kann unser Herz aufmuntern, so dass wir wieder fröhlich werden, auch wenn die Sonne nicht scheint. In seiner achten Strophe erinnert das Lied daran, dass im Herbst „alles vergehet“. „Gott aber stehet ohn alles Wanken, seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund …“ Ja, die Sonne der Gnade Gottes trägt uns durch gute wie durch schwere Tage. Am Herbst können wir sehen, dass Werden, Vergehen und wieder Neuwachsen zu unserem Leben gehören. Wohin mein Weg auf Erden mich führt, kann ich nicht immer voraussehen. Wir können aber gewiss sein, dass wir in Gott ein ewiges Aufgehobensein und Geborgenheit erfahren dürfen. Das meint die christliche Botschaft vom Heil. Sie schenkt uns ein Licht auch an trüben Tagen und taucht die sonnigen in Gold glänzendes Licht. Das lässt mich dankbar sein und weitet mein Herz. Post von Deiner Kirche Print-on-Demand 20250921#055 Sie kennen Menschen in Ihrer Umgebung, die unsere Andacht gern auf Papier lesen? Hier können Sie die Andacht herunterladen, ausdrucken und weitergeben. Wenig Aufwand – große Freude, Herzlichen Dank! herunterladen

Der Geschmack frischer Milch

Gedanken zum Wochenende von Pfarrer Vinzent Dirzus aus dem Löwenberger Land­Frische Milch vom Land gibt es direkt vor Ort an der Kraatzer Milchtankstelle. In verschieden Sorten, zum Abfüllen in der Flasche, als Eis mit Vanille oder in Form von Käse. Das fiel mir sofort ein bei den Worten aus dem 1. Petrusbrief für den 6. Sonntag nach Trinitatis: „Seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, auf dass ihr durch sie wachset zum Heil, da ihr schon geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.“ Unter der lauteren Milch versteht der Autor des Briefes das Evangelium, dass wir von Gott geliebt und angenommen sind. Wenn er von dem „geistlichen Haus“ spricht, zu dem wir erbaut sind, dann erinnert das an den Tempel in Jerusalem. Gemeint ist aber die christliche Gemeinde. Sie ist das königliche Priestertum, das die Wohltaten Gottes verkündigt. Wie das geschieht, haben wir beim Abendbrotgottesdienst in der Kraatzer Kirche vergangenen Sonntag gespürt. Um den reichlich gedeckten Tisch saßen ein Diplomat genauso wie ein Bauer und die ältere Frau, die ihren schwer kranken Mann pflegt. Sie alle erzählten sich ihre Lebensgeschichten, hörten und schmeckten etwas von dem heilenden Charakter von Jesu Mahlgemeinschaften. Am 10. August um 15 Uhr wird Prädikantin Indra Hesse an der Kraatzer Milchtankstelle „Kirche auf dem Klappstuhl“ anbieten zu: Nicht nur eine Frage an Hans: wie findet man das Glück? Vielleicht sind Sie ja auch dabei? Post von Deiner Kirche Print-on-Demand 20250727#047 Sie kennen Menschen in Ihrer Umgebung, die unsere Andacht gern auf Papier lesen? Hier können Sie die Andacht herunterladen, ausdrucken und weitergeben. Wenig Aufwand – große Freude, Herzlichen Dank! herunterladen

Vertrauen auf Gottes Schutz 

Psalm 91 zum Kinderfest in Grüneberg Es war eine Menge los in und um die Grüneberger Kirche. Viele Familien besuchten wieder einmal unser jährliches Kinderfest. Diesmal beschäftigten sich die Christenlehrekinder aus Teschendorf und Grüneberg schon seit Wochen mit Worten aus dem 91. Psalm. Dazu übten sie selbst ausgedachte und gestaltete Anspiele ein und trugen sie nun den Eltern und der Gemeinde vor. Es war schon sehr bewegend, zu sehen und zuhören, wie die Kinder ihr eigenes Leben mit den ver-trauten Bibelversen verknüpften. Es gab Musik, unterschiedliche Spiel- und Bastelangebote, Kuchen und Bratwurst. Miteinander haben wir diesen schönen Freitagnachmittag einfach genießen können.  Vielen lieben Dank an alle Beteiligten! Ihre Gemeindepädagogin Ulrike Limbrecht Fotos: Andreas Linke

Ein zauberhafter Abend zum Dankesfest des Kirchenkreises in Löwenberg

Freude ist ansteckend, Dank auch. Von beidem gab es reichlich zum Dankesfest am Freitag. Am Ende der Wahlperiode für die Gemeindekirchenräte hatte der Kirchenkreis ins Bürgerhaus nach Löwenberg eingeladen – zum Danke sagen und Freude teilen, das alles verbunden mit einem „zauberhaften Abend“. Eine Freude gab es gleich zu Beginn für Kantor Helge Pfläging aus Templin: Er durfte den 160-stimmigen Chor durch den Kanon führen und hatte sichtlich Spaß dabei. Aus allen Regionen des Kirchenkreises waren ehrenamtlich Aktive nach Löwenberg gekommen um diesen Abend in Dank, Austausch und Gemeinschaft zu verleben. In seiner Würdigung versuchte Superintendent Uwe Simon die Rechnung aufzumachen, wie viele kirchengemeindlichen „Ehrenamtsjahre“ wohl hier versammelt sein mögen. Seine Schätzung lag bei weit in den Tausenden. Einfacher zählbar waren die Jahre der vom Kirchenkreis stellvertretend gewürdigten 14 Ältesten für mehr als 29 über 35, 42 bis 47 Jahre im Dienst der Gemeinde. Und – wie sich im Saal herausstellte, ergänzt um eine weitere Lebensgeschichte: Hans-Joachim Bodien aus dem Zehdenicker Ortsteil Bergsdorf wird in Kürze für seinen sechs Jahrzehnte währenden Dienst in der Kirchengemeinde, beginnend bereits in jungen Jahren als „Ehrenältester“ und seit 1969 als „gewählter“ geehrt werden. Dass sich an diesem Abend nicht nur Regionen und Orte sondern Menschen jeden Alters aus unserem Kirchenkreis bunt durcheinander mischten, macht frohen Mut für die im Herbst anstehenden Gemeindekirchenratswahlen. Nach Büfett und Zeit für Austausch und Gespräche wurde der Abend dann mit Martin Lübcke tatsächlich zauberhaft und brachte auch einige bisher verborgene Talente aus dem Publikum zum Vorschein und auf die Bühne. ___________

Sprengelfest im Löwenberger Land

Zum Löwenberger-Land-Sprengelfest in Gutengermendorf waren die schattigen Plätze unterm dichten Blätterdach schnell besetzt. Eine fröhliche Gemeinderunde fand sich um 14 Uhr zur Sommersonnen-Andacht mit Prädikantin Indra Hesse ein. GKR-Vorsitzender Christian Kawalla sorgte für musikalische Begleitung. Am Rande waren Bastelstände, Kaffee, Kuchen, Popcorn, Getränke und vieles mehr aufgebaut. Mit den „Klanggeschichten“ zeigten die Kinder der musikalischen Früherziehung gemeinsam mit Zehdenicks Kantorin Jasmin Reball ihre Begeisterung für Rhythmen und Melodien – und steckten damit auch die Zuschauenden an. Wehende Tücher im Sommerwind. Wie passend an diesem Sonnentag – während es vom Kirchturm herüber „Gott ist Liebe“ ruft. Am späteren Nachmittag radelte die Jugend-Kantorei aus Neuruppin über die Landstraße herein:„Schau auf die Welt!“ heißt ihr Sommerprogramm, mit dem die 35 jungen Sängerinnen und Sänger der EVI-Juniorkantorei per Fahrrad in der Region unterwegs. Am Sonntag war der Chor dann in der Stadtkirche Lindow zu Gast.

Mein Moment zum Beten

Gedanken zum Wochenende von Ulrike Limbrecht, Gemeindepädagogin im Löwenberger Land und Liebenwalde Im fahrenden Auto: Ich denke über dieses und jenes nach, dann höre ich mich selbst mit Gott sprechen, mal laut, mal leise. Beim Schwimmen im See: Ich bete, mal laut und mal leise. Mit dem Staubtuch wedele ich durchs Haus und plötzlich höre ich mich selbst mit Gott sprechen, mal laut, mal leise. Mein Moment Gott nah zu sein: Ganz still sitze ich da und versinke andächtig im Gebet. Der kommende Sonntag heißt Rogate, übersetzt aus dem lateinischen „Betet“ – oder „Bittet“. Ja, wir werden ermutigt, und dass nicht nur am Rogate-Sonntag laut oder leise, gemeinsam oder mit anderen, frei oder mit geprägten Worten zu Gott zu beten. Was hat mich froh gemacht? Wofür kann ich alles dankbar sein? Was ist offengeblieben? Und welche Menschen sind mir wichtig gewesen? Für wen möchte ich beten? Wir dürfen für andere und für uns selbst beten. Wir dürfen fragen und auch klagen. Wir bringen unser ganzes Leben vor Gott und sprechen mit Ihm, wie zu einer Freundin. Ich vertraue auf den Wochenspruch: „Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft!“ aus Psalm 66, Vers 20. Und ich beherzige die Aufforderung aus Kolosser Kap. 4, Vers 2: „Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen“ Mich fragte einmal jemand: „Ist das nicht einfach alles viel zu fromm?“ „Nein, ist es nicht“, antwortete ich, „ich möchte einfach nur weiterhin mein Herz vor Gott ausschütten. Das brauche ich, wie unser täglich Brot.“ Post von Deiner Kirche Print-on-Demand 20250525#036 Sie kennen Menschen in Ihrer Umgebung, die unsere Andacht gern auf Papier lesen? Hier können Sie die Andacht herunterladen, ausdrucken und weitergeben. Wenig Aufwand – große Freude, Herzlichen Dank! herunterladen

Feierstunde am Gedenkort Grüneberg

Gedenkfeier anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung am Freitag am Gedenkort Grüneberg. In dem Außenlager des KZ Ravensbrück waren von 1943 bis zur Befreiung 1945 bis zu 1800 Frauen interniert, die in der Grüneberger Metallfabrik Zwangsarbeit leisten mussten – in ständiger Angst um ihr Leben. Seit 2021 widmet sich die Initiative „KZ-Außenlager Grüneberg“ dem Gedenken und der Dokumentation der Lagergeschichte und persönlicher Schicksale. Der enge Kontakt zu Überlebenden und deren Familien zum „Klub Ravensbrück“ mit jährlichen Treffen bildet einen Schwerpunkt in der Erinnerungsarbeit der Initiative. Am Freitag fand am Gedenkort in Grüneberg, gleich hinter den Bahngleisen eine Feierstunde mit Priester Dr. Robert Ogrodnik, Pfarrer Vinzent Dirzus, der Lagergemeinschaft Ravensbrück Freundeskreis e.V., dem Freundeskreis Gedenkort Grüneberg und der Ortskirchengemeinde Grüneberg statt. Anschließend kamen alle in der Grüneberger Kirche zu einer Gedenkandacht zusammen. Mehr zur Veranstaltung gibt es am kommenden Freitag in unseren WochenNEWS.

Mensch unter Menschen

Gedanken zum Wochenende von Prädikantin Indra Hesse aus Grüneberg Superstars leben in einer ganz anderen Welt als wir Normalos. Tauchen sie irgendwo auf, wollen viele begeistert ein Selfie machen. Der rote Teppich ist ausgerollt und in Blitzlicht getaucht. Die Limousine fährt mit verdunkelten Scheiben vor, der sonnenbebrillte Superstar wird umringt von Bodyguards und es geht husch rein ins Luxushotel. Viel anders war das mit der Begrüßung von Superstars vor 2000 Jahren in Jerusalem auch nicht: Als die Menschen dort dem Superstar ihrer (und aller) Zeit begegneten, Jesus Christus, machen sie zwar keine Selfies, legen ihm aber Palmzweige und Kleider wie einen roten Teppich auf seinen Weg. Doch huscht Jesus nicht einfach an den Menschen vorbei, unnahbar und abgeschirmt. Nein, er begibt sich mitten in die jubelnde Menge hinein und ist ihnen ganz nah. Nicht wie ein überirdischer, durchgestylter Superstar, der nicht mehr weiß, was ein halbes Pfund Butter kostet. An Palmsonntag und in der beginnenden Karwoche ist Jesus einfach Mensch unter Menschen. Ein Mensch, der alles Unrecht erlebt, was die Palette an Grausamkeiten zu bieten hat, der Angst und Elend kennenlernt. Der auf der Seite von denen steht, die keine Hoffnung haben, denen es nicht gut geht. Der ausgelacht und verraten wird, der real stirbt. Und – der damit für immer beendet, was die Menschen von Gott trennt. Der am dritten Tage von den Toten auferstehen, zur Rechten Gottes sitzen und alles gut machen wird. Hosianna! Post von Deiner Kirche Print-on-Demand 20250411#029 Sie kennen Menschen in Ihrer Umgebung, die unsere Andacht gern auf Papier lesen? Hier können Sie die Andacht herunterladen, ausdrucken und weitergeben. Wenig Aufwand – große Freude, Herzlichen Dank! herunterladen

Dankgottesdienst zur Wiederherstellung der Grüneberger Kirche

Auch wenn so ziemlich alles neu erscheint und fast nichts an das Unglück vom vergangenen Jahr erinnert: Die Engel sind aus altem Holz, gebaut aus den herabgestürzten Brettern der Deckenverkleidung, nach einer Idee von Iris Pohland. Heute gab es die „Schutzengel“ als Dank für alle, die mitgeholfen haben, die Grüneberger Kirche wieder aufzubauen. Und für Generalsuperintendent Kristóf Bálint gab es von Ortspfarrer Vinzent Dirzus vorab schon mal einen Gruß vom Nikolaus, verbunden mit einer Geschichte, für die der Platz hier und heute leider nicht reicht. Die aber für Freude und Heiterkeit sorgte und sicher ein andermal erzählt wird. Für den Dankgottesdienst zum offiziellen Abschluss der Wiederherstellungsarbeiten haben sich die Grüneberger etwas Zeit gelassen. Die großen Etappen sind längst genommen, die Abnahme der Denkmalbehörde ist erfolgt, die Arbeiten abgeschlossen. Alles lief nach dem großen Unglücksfall in Rekordzeit und das vor allem Dank des Mitwirkens, Zusammenspiels und der finanziellen Unterstützung vieler Menschen aus Grüneberg, dem Löwenberger Land, dem Kirchenkreis, der Landeskirche und dem Land Brandenburg. Pfarrer i.R. Gabriel, bei dem letztendlich die Fäden zusammenliefen, zählte sie alle auf, die mitgeholfen haben. Binnen weniger Wochen konnten – nachdem die finanzielle Absicherung geklärt war – die Arbeiten beginnen. „Heiligabend wieder in der Kirche“ – das war wie ein Hoffnungszeichen, das Unglück des Deckenabsturzes vergessen zu machen. Bischof Stäblein, der vergangenes Jahr die Predigt zum Grüneberger Krippenspiel hielt, war da bereits zum dritten Mal vor Ort. Zum Dankgottesdienst am 1. Advent 2024 kam Generalsuperintendent Kristóf Bálint nach Grüneberg und wurde – auch wenn die Grüneberger „gern wieder den Bischof gehabt hätten“ – herzlich begrüßt. Die Festpredigt von der frisch restaurierten Kanzel war eine Freude zum Advent und zum neuen Kirchenjahr, das mit Aufbruch und Neubeginn daherkommt, ganz so, wie die adventlich geschmückte Grüneberger Kirche. Und die wartet seit dem 1. Advent mit einer besonderen Überraschung auf. Pfarrer i.R. Reinhard Kees, der zweite „Ruhestandspfarrer“, auf den die Grüneberger neben Pfarrer Gabriel jederzeit zählen können – er hat der Gemeinde mit seiner neuen Krippenausstellung ein besonderes Geschenk übergeben. Der „Schutzengel“, der aus den Deckenbrettern gefertigt wurde, war ihm, wie er im Gottesdienst verriet, so allein. Deshalb habe er eine komplette Krippen dazu gebaut, nicht ganz so groß wie der Engel von Iris Pohland, aber ebenfalls aus den Brettern der Deckenverkleidung. Die Krippe wird nun einen dauerhaften Platz in der Kirche bekommen und neben dem „Decken-Schutzengel“über dem Kanzelaltar an das Unglück von 2023 erinnern.

Engagement von „Grüneberg erinnert“ mit Paul-Gerhard-Medaille geehrt

Das Jugendprojekt „Grüneberg erinnert“ erhielt am 3. November in der Wichernkirche in Berlin Hakenfelde (Kirchenkreis Spandau) die diesjährige Paul-Gerhard-Medaille der EKBO. Die Preisverleihung geht auf einen Beschluss des Ältestenrates der Landessynode zurück und wurde durch die Generalsuperintendenten Theresa Rinecker (Görlitz) und Kristòf Bàlint (Potsdam) vorgenommen. Seit vielen Jahren widmet sich das Projekt der Aufarbeitung und Erinnerung an das 1943 geschaffene Außenlager des KZ Ravensbrück in Grüneberg im Löwenberger Land. Mit ihrem Dokumentarfilm und zahlreichen Veranstaltungen halten die Mitwirkenden am Projekt die Erinnerung an die NS-Geschichte ihres Heimatortes wach. Mit der Paul-Gerhard-Medaille ehrt die EKBO Menschen, die sich durch außergewöhnliches kirchliches Engagement auszeichnen – im Sinne des Priestertums aller Gläubigen, wie wir es erst vor wenigen Tagen zum Reformationstag wieder in vielen Gottesdiensten in Erinnerung gebracht haben. Außerdem ausgezeichnet wurden Gudrun O’Daniel-Elmen aus dem Kirchenkreis Spandau für die von ihr initiierten Stolpersteine und Gedenktafeln, sowie Lauren Leiderman, die von Görlitz aus weltweit Verbindungen zu den Nachkommen jüdischer Familien schuf und damit die jüdische Geschichte der Stadt lebendig werden ließ. Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgerinnen und Preisträgern, vielen Dank an Superintendent Uwe Simon für die Bilder.

Erntedank in Grüneberg und Teschendorf

Wie schön, dass unsere Christenlehre-Kinder wieder mit ihren Familien aktiv an unseren Gottesdiensten zum Erntedank teilnahmen. Die vielen mitwirkenden Kinder beeindruckten auch in diesem Jahr wieder die Gemeindeglieder. In andächtiger Stimmung und vor wunderschön geschmückten Altären sprachen die Kinder ihre gut eingeübten Texte und stimmten ihre Lieder an. Musikalisch umrahmt wurde das Geschehen von Kantor Jens Seidenfad und Chor. Danke an alle Beteiligten! Ihre Gemeindepädagogin Ulrike Limbrecht

Willkommensgottesdienst für Pfarrer Vinzent Dirzus im Löwenberger Land

Wenn sich das Löwenberger Land zum Kirchgang versammelt, um den neuen Pfarrer zu begrüßen, dann kann’s schon mal eng werden. Dicht drängten sich heute die Menschen in der Gutengermendorfer Kirche. Vinzent Dirzus, seit Juli in den beiden Gemeinden des Löwenberger Landes als Pfarrer im Entsendungsdienst unterwegs, wurde heute mit dem Segen von Superintendent Uwe Simon offiziell willkommen geheißen. In den Dörfern hat er sich längst bekannt gemacht. Einer seiner ersten Besuche führte ihn u.a. zu Bürgermeister Pieter Schneider. Am Ende des Besuchs im Gemeindeamt überraschte er den Bürgermeister mit der Bitte, ein Grußwort zu seinem Vorstellungsgottesdienst zu sprechen. So kam heute neben Pfarrer Dirzus auch Pieter Schneider zu einer Premiere in Gutengermendorf – und die Gemeinde erhielt nebenbei einen sehr persönlichen “Außenblick” auf “ihre” und die Kirche im Dorf allgemein. Davon, und auch von der kurzweilig-unterhaltsamen Predigt mit Sinn und Humor und von einigen mehr wird spätestens am Freitag in den WochenNEWS zu hören und zu lesen sein. Es scheint positiv spannend zu werden im Löwenberger Land. Vinzent Dirzus geht mit Spaß und Freude in sein Amt. Das steckt an! Wir sagen herzlich willkommen und Gottes Segen für all dein Tun und Wirken, lieber Vinzent – und danke für diese wunderbaren Gottesdienst. Für alle, die nicht dabei sein konnten: am Freitag gibt es einen Mitschnitt der Predigt und Auszüge vom Gottesdienst. Fotos: Stefan Determann / KK-OHL

Erstes Erntedankfest für Pfarrer Dirzus in Grüneberg

Der Willkommens-Gottesdienst ist zwar erst morgen. Die passenden Fotos gibts aber schon heute: Vinzent Dirzus, der neue Pfarrer im Löwenberger Land begrüßte heute die Gemeinde in Grüneberg in der frisch sanierten Kirche. Freundlich hell ist sie geworden. Dort, wo im vergangenen Jahr noch die Trümmer der heruntergestürzten Decke lagen, wurde fröhlich das Erntedankfest der Gemeinde mit einer Andacht begonnen. So macht Kirche Spaß! Herzliche Einladung zum Willkommens- und Begrüßungsgottesdienst für Pfarrer Dirzus morgen um 14 Uhr in der Dorfkirche Gutengermendorf mit Superintendent Uwe Simon. Anschließend wird ins Gemeindehaus zu Kaffee und Kuchen eingeladen. 

Abschluss der Kirchensanierung in Grüneberg

Sommerliches Lichterspiel an einem Tag großer Freude in Grüneberg. „Die Sanierung wurde erfolgreich abgeschlossen. Es finden keine weiteren Bauberatungen statt”, So steht es im letzten Protokoll. Auch die Fenster wurden einer Grundreinigung und Überarbeitung unterzogen. Ein zunächst eher unspektakulärer Abschluss-Termin für ein noch lange im Grüneberger Gedächtnis bleibendes Ereignis. Nach dem Deckeneinsturz im vergangenen Jahr wurden gestern mit der letzten Baubegehung die Sanierungsarbeiten offziell abgeschlossen. Die Abnahme erfolgte unter Beteilung von Restauratorin Silvia Koch und Frau Busch vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege, die sich beide, wie auch die Gemeinde und Bauleiter Schwelgin vom Planungsbüro ibs hochzufrieden zeigten. An zwei Stellen wird künftig an das Unglück vom vergangenen Jahr erinnert: von der Decker herab blickt ein Engel, gerfertigt aus den Hölzern der herabgeschützten Unterdecke. Und eine vom Aufprall der Hölzer zersplitterte Ecke der Altarplatte bleibt als Mahnmal erhalten.

Kirchen per Radweg verbunden

Das sind gute Nachrichten: Der Radweg zwischen Grüneberg und der B96 ist freigegeben. Auch für uns im Kirchenkreis eröffnet das neue Möglichkeiten. Fahrradgottesdienste werden immer beliebter. Mit dem Anschluss an den B96-Radweg sind nun die Kirchen von Nassenheide, Teschendorf, Grüneberg und Löwenberg per Radweg verbunden. Der Anschluss von Grüneberg nach Liebenberg wurde bereits im Dezember 2020 eröffnet. Da gibt es bestimmt bald mal eine Kirchen-Sonntagstour. Der Landkreis Oberhavel und das Löwenberger Land schließen damit eine Lücke für mehr Sicherheit im Radverkehr. Landrat Alexander Tönnies, Katja Hermann, Dezernentin für Service, Mobilität und Sicherheit, sowie der Bürgermeister des Löwenberger Landes, Pieter Schneider, gaben heute den neuen Radweg entlang der Kreisstraße 6509 frei. Die asphaltierte Trasse ist 2,50 Meter breit und schließt an die Radwege in Grüneberg und entlang der Bundesstraße 96 an. Fotos: Landkreis Oberhavel / Ivonne Pelz

KZ Gedenken

Frauen KZ-Außenlager Grüneberg. Diese Worte zu lesen, zu hören – das brennt im Herzen und sticht in der Brust, wirkt nach. Menschen, Schicksale, Geschichten verbinden sich mit diesem Ort und bleiben lebendig. Das Vergessen konnte sie nicht tilgen. Nein, Grüneberg erinnert. Und das in einer beeindruckenden und wohl einzigartigen Gemeinschaft. Die Privatinitiative „Gedenkort Grüneberg“, die evangelische Kirche Grüneberg und der Klub der ehemaligen Gefangenen des KZ Ravensbrück/Polsen (Klub Bylych Wiezniarek KL Ravensbrück) gedachten heute gemeinsam am historischen Ort. Bis zu 1.800 Frauen waren hier untergebracht und zur Zwangsarbeit in der Munitionsfabrik gezwungen. Ein Außenlager des Frauen-KZ Ravensbrück. 79 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers gedachten rund Zweihundert Menschen an der neu eingerichteten Gedenkstätte und anschließend bei einem ökumenischen Gottesdienst in der Grüneberger Kirche.

Gottesdienst zum Valentinstag

Auch Löwenberg feierte am Mittwoch einen Gottesdienst zum Valentinstag. Die Idee dazu hatte Prädikantin Indra Hesse, die mit Beginn der Vakanzzeit im Löwenberger Land viele Gottesdienste übernommen hat. Der Saal im Löwenberger Gemeindehaus war liebevoll geschmückt. Vielen Dank für die schönen Bilder an Rosi Golz aus der Gemeinde.

Grüneberger Weihnachtswunder

Erst die Katastrophe, dann das Wunder: das Grüneberger Weihnachtswunder, so nannte es Bischof Stäblein in seiner Predigt zum Krippenspiel an Heilig Abend in Grüneberg. Drei Mal besuchte der Bischof im vergangenen Jahr die Grüneberger Kirche. Heute statteten ihm die Grüneberger einen Besuch in Berlin ab: Marianne Reitzenstein und Doris Pohland vom Gemeindekirchenrat sowie Altpfarrer Gerhard Gabriel. Und sie hatten neben einem großen herzlichen Dank für die persönliche Unterstützung auch einige Überraschungen dabei. Die Schutzengel, gefertigt aus den am 18. Juni herabgestürzten Brettern der Deckenverkleidung sind zu einem Symbol des Grüneberger Weihnachtswunders geworden. Als Dank gehen sie an Menschn, die an der schnellen Wiederherstellung der Kirche mitgewirkt haben. Das größte Wunder aber bleibt, und dafür „Gott sei Dank!“ – dass bei dem Unglück niemand zu Schaden kam. Das betonte auch Bischof Stäblein heute noch einmal – und freute sich über die mitgebrachten Grüneberger Gaben, darunter auch einige Köstlichkeiten vom Lande und ein Band zu Kurt Mühlenhaupts “Passionszyklus”, der in der Grüneberger Kirche hängt.

Festgottesdienst 3

Festgottesdienst_#3 zur Gemeindeneugründung: Die Gesamtkirchengemeinden Löwenberger Land Süd feierte heute in der Grüneberger Kirche ihre Gründung. Seit dem 1. Januar gehen die Ortskirchengemeinden Grüneberg, Linde, Löwenberg und Teschendorf in der Gesamtkirchengemeinde einen neuen Weg. Die wohl eher rhetorische Frage, „ob die Kirche eigentlich zu retten sei…“ mit der Superintendent Uwe Simon seine Predigt eröffnete, beantwortete sich eigentlich schon mit einem Blick in die Grüneberger Kirche selbst. Wie diese binnen kürzester Zeit wieder für das Gemeindeleben nutzbar gemacht werden konnte, und wie hier nicht nur die Grünebergerinnen und Grüneberger sondern so viele Menschen aus den umliegenden Orten rein praktisch mit angepackt haben – da muss einem um die Zukunft der Kirche im Dorf nicht Bange sein, so der Superintendent begleitet vom zustimmenden Blicken der versammelten Gemeinde. Im übrigen mache die Erfolgsgeschichte der amtsfreien Gemeinde Löwenbeger Land seit 1997 immer wieder deutlich, welche Potenziale und Stärken sich im Zusammenschluss freisetzen lassen. Für Bürgermeister Pieter Schneider ein guter Grund zum Festgottesdienst nach Grüneberg zu kommen und zur Gemeindeneugründung zu gratulieren. Ein neuer Pfarrer fürs Löwenbeger Land wird zwar noch gesucht. Die Gemeinden sind aber mit den beiden Neugründungen im Nord- und Südbereich bestens aufgestellt und mit einer Schar ehrenamtlich Engagierten für die Zukunft gut gerüstet. Ein freudiges Wochenende für das Löwenberger Land.

Der Countdown für die Christvesper in Grüneberg läuft.

Alle Arbeiten sind im Terminplan. Die neuen Deckenplatten sind sicher verschraubt. Ein dünner Putz ist aufgetragen, leicht angeraut zur Schallminderung und Verbesserung der Akustik. Bis Ende dieser Woche wird auch die Decke gestrichen sein. Parallel werden neue Kabel im Dachstuhl für die Deckenbeleuchtung gezogen.In der kommenden Woche wird die Raumrüstung abgebaut. Nach einer gründlichen Reinigung des Innenraumes können dann bereits die Bänke im Kirchenschiff wieder aufgestellt werden – und natürlich der Christbaum kurz vor dem Fest. Selbst die Orgel, die derzeit ausgelagert ist, soll an Heiligabend wieder erklingen. Es wird ein besonderes Weihnachten werden in Grüneberg – nach einem besonderen Jahr. Denn bereits im Sommer hat sich Landesbischof Christian Stäblein als prominenter Gastprediger angekündigt. Bischof Stäblein war einer der ersten, der die Kirche nach dem Unglückstag von 18. Juni besuchte. Bereits am 11. Juli war er im Rahmen einer Kirchenkreis-Tour in Grüneberg vor Ort. Später kam er ein zweites Mal gemeinsam mit Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle und verkündete neben einer Kostenbeteiligung der Landeskirche an der Sanierung, dass er, wenn baulich alles klappt, die Christvesper in der Grüneberger Kirche halten wolle. Nun wird es tatsächlich so sein: Heiligabend, 16 Uhr Dorfkirche Grüneberg. Ein Bischof. Ein Wort. Bei der Bauberatung am vergangenen Dienstag dankte Bauleiter Wolfram Schwelgin vom Ingenieurbüro für Baustatik und Sanierungsplanung in Hoppegarten (ibs) allen Beteiligten, dass die Terminkette so gut eingehalten wurde. Er ist optimistisch, „dass die letzten Leistungen ebenfalls fristgerecht abgeschlossen werden.” Das betreffe dann eigentlich nur noch den Rückbau der Raumrüstung nebst Reinigung der Kirche und das Aufstellen der Bänke. Der Christvesper an Heiligabend steht aus seiner Sicht nichts im Wege. Die Wiederherstellung der Kirche wird damit aber noch nicht abgeschlossen sein. Da auch der barocke Kanzelaltar und der Altartisch bei dem Deckenabsturz stark beschädigt wurden, kommen hier noch erhebliche Kosten auf die Gemeinde zu. Das Schadensausmaß konnte erst nach der Beräumung der Kirche im Oktober ermittelt werden und wird mit rund 40.000 Euro veranschlagt. Hierfür und auch für die malermäßige Instandsetzung ist die Kirchengemeinde weiterhin auf Spenden angewiesen und für jede Unterstützung dankbar. Seit Oktober können Einzelspenden direkt bei der Crowdfunding-Plattform 99funken.de der Gesellschaft für Sparkassendienstleistungen mbH (GSD) eingezahlt werden. Das avisierte Spendenaufkommen von 12.000 Euro soll dann in die Restaurierung des Altars und des Innenraumes fließen. Zudem stellt die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) auch in direkter Zuwendung eine vierstellige Spendensumme für die Sanierungsarbeiten bereit. Superintendent Uwe Simon, der derzeit auch Vakanzverwalter für die Kirchengemeinde Grüneberg im Löwenberger Land, zeigt sich beeindruckt und bewegt vom Engagement so vieler Menschen in und um Grüneberg für die Kirche mitten im Dorf. Zugleich dankt er auch den anderen Ortsteilen und Ortskirchen im Löwenberger Land, die ihre Verbundenheit mit vielen Aktionen und Spenden zum Ausdruck gebracht haben und damit im besten Sinne des Wortes Gemeinsinn gezeigt und sich für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Landesbischof Christian Stäblein lässt vorab in einem Grußwort wissen, er freue sich über die großartige Zusammenarbeit vor Ort und sei überaus dankbar für die, die auf vielfältige Weise und nicht zuletzt finanziell dazu beitragen, dass die Grüneberger Kirche…

Allen Helferinnen und Helfern herzlichen Dank!

Am Dienstagmorgen stand fest: Am nächsten Tag, also am Mittwoch sind die Sicherungsmaßnahmen an der Unterdecke soweit, dass die Kirche gefahrlos vom Schutt befreit werden kann. Wenn alle mit anpacken, dann können wir schnell die Kirche beräumen und für die Deckensanierung vorbereiten.Also schrieb GKR-Vorsitzende Marianne Reitzenstein einen Aufruf an die Tafel vor dem Pfarrhaus. Jeder, der dort vorbeifuhr, konnte ihn sehen. Außerdem ging das Foto über Facebook und Instagram in die Runde und viral. Binnen kurzer Zeit wurde der Aufruf mehrfach in die lokalen Communities im Löwenberger Land geteilt und erreichte mehr als 3.000 Menschen. Danke an alle, die für diese schnelle lokale Verbeitung gesorgt haben. Genau das brauchen wir vor Ort! Das Ergebnis am nächsten Tag war dann kaum zu glauben: Am frühen Nachmittag schon war die Kirche besenrein. Allein der Kanzelaltar steht wie er steht stark beschädigt einsam im weiten Kirchenschiff. Wie und mit welchem Aufwand er restauriert werden kann, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen, wenn Restauratorin Silvia Koch den Schaden untersucht. Herzlichen Dank allen, die mitgeholfen haben. Weitere Bilder gibt es auf der Website der Kirche Grüneberg, wo ausführlich über das aktuelle Baugeschehen berichtet wird.

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